Fachbeiträge

Immer wieder werde ich gefragt: „Kann ich auf die zweite Brille einen Rabatt bekommen?“ Dazu möchte ich Ihnen einige Gründe nennen, warum es keinen Zusammenhang zwischen unseren Leistungen und Rabatten geben kann...

Welchen Einfluß hat eine prismatische Vollkorrektion nach MKH?
Wissenschaftliche Publikationen Augenoptik
Von Konrad Saur und Christoph Winter

Die Augenglasbestimmung ist das Fundament für Ihre neue Gleitsichtbrille. Damit Sie ein optimales Sehen in der Ferne, im Zwischenbereich und in der Nähe mit den neuen Gleitsichtgläsern haben, ist es tatsächlich sehr wichtig, dass die notwendigen Korrektionswerte genau und vollständig ermittelt werden. Dafür benötige ich ausreichend Zeit und bitte daher um vorherige Terminabstimmung, damit ich Sie störungsfrei beraten kann.

Als Beispiel: Ein Fehler von -0,25 in der Korrektur des für sie wichtigen Zylinders hat enorme Auswirkung auf das nutzbare Blickfeld der Gleitsichtgläser. In der untenstehenden Grafik ist deutlich zu erkennen, das auf der rechten Seite, wo die Auswirkung des Fehlers dargestellt wird, im Vergleich zur korrekten Anpassung der Zwischenbereich (grün-gelb) fast komplett einbricht. Das Leseteil, rot dargestellt, ist fast nur noch halb so groß. In der Ferne bildet sich ein sogenannter „Scheuklappen-Effekt“, beim Blick nach rechts und links wird das Blickfeld eingeschränkt, dieses ist z.B. beim Autofahren sehr störend, weil der Kopf nicht nur viel deutlicher nach rechts und links geführt werden muss, sondern bei noch stärkeren Fehlern auch noch gesenkt werden muss, um über diese „Hürde“ zu kommen.

Nach DIN EN ISO 21987 sind bei der Gleitsichtglasmontage in der horizontalen Richtung ±1,00 mm je Gleitsichtglas erlaubt. Bedeutet auf den Gesamtaugenabstand - sind 2mm erlaubt.

Was bedeutet das Sie für Sie als Gleitsichtbrillenträger?

Zur Erklärung möchte ich eine Grafik nutzen, die den Verlust des beidäugigen Blickfeldes erklärt bei Zentrierfehlern. Der Autor dieser Grafik ist Dieter Kalder, über mehrere Jahrzehnte hat er die Entwicklungsabteilung der Firma Rodenstock geleitet. Bei einem persönlichen Treffen mit Herrn Kalder in meiner Firma und einem damit verbundenen exklusiven Seminar wurde mir deutlich gemacht, dass es bei Gleitsichtgläsern keine Zentriertoleranzen geben kann und die Gläser präzise eingearbeitet werden müssen. Trotzdem sind zwei Millimeter Abweichung erlaubt.

„Es gibt kaum etwas in der Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen könnte. Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas Geld zurücklegen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

 

John Ruskin (08.02.1819 – 20.01.1900)

Engl. Schriftsteller, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph

 

Wenn Sie bessere Augenoptik erleben wollen, vereinbaren Sie bitte vorher Ihren persönlichen Termin unter 0441 36 18 85 00 oder schreiben Sie mich an unter: andreas@tomkoetter.de. Planen Sie bitte ca. 2,5 Stunden für die vollständige Augenglasbestimmung und Beratung ein.

Was kostet eine Gleitsichtbrille?

Um diese Frage seriös zu beantworten, müssen im Vorfeld viele Fragen beantwortet werden. Dafür ist ausreichend Zeit notwendig. Als erstes ist es wichtig, Ihnen in aller Ruhe und ohne Störung zuhören zu können und auf Ihre Probleme eingehen zu können. Nach der Augenglasbestimmung, bei der weit mehr als siebzig einzelne Punkte geprüft werden, müssen dann in Abhängigkeit von der Brillenfassung über viele weitere Parameter Entscheidungen getroffen werden. Aus einer großen Vielzahl von Glastypen muss nun die richtige Auswahl getroffen werden. Dabei spielen z.B. der Augenabstand, die Vorneigung der Brille, die notwendige Korrektion, die für Sie notwendige Länge des Gleitsichtbereiches und viele Punkte mehr eine tragende Rolle. Auch Ihre persönliche Sehleistung der Augen ist ein wichtiger Punkt für die Brillenglasauswahl. In Abhängigkeit von den erforderlichen Glasstärken achtet während der Augenglasbestimmung der Augenoptikermeister Andreas Tomkötter auf bestimmte Werte, damit der Übergang von der Ferne zur Nähe so angenehm wie möglich gestaltet wird. Zusätzlich können auch weitere biometrische Daten (z.B. der Pupillendurchmesser) bei der Anfertigung Ihrer persönlichen Gleitsichtbrille berücksichtigt werden. Selbstverständlich wird die Brillenglaszentrierung mit dem Video Infral von Carl Zeiss vorgenommen. Andreas Tomkötter arbeitet in Oldenburg und im weiten Umland als Einziger mit diesem Referenzmessgerät.

Nachdem die für Sie sinnvollsten Gläser ausgewählt sind, werden diese bei Carl Zeiss für Sie bestellt. Wenn diese dann an Andreas Tomkötter ausgeliefert worden sind, spielt wieder Zeit eine große Rolle für die Montage. In aller Ruhe und ganz ohne Stress werden die für Sie angefertigten Gleitsichtgläser in Ihre sorgfältig ausgesuchte Fassung eingearbeitet. Selbstverständlich können hochwertige, bereits von Ihnen getragene Fassungen auch neu verglast werden, wenn Sie sich nicht von Ihrem „Liebling“ trennen wollen. Es ist wichtig, dass die Gläser auf 1/10 mm genau eingearbeitet werden. 1mm Fehler in der Zentrierung kann für Sie bis zu 25% Verlust im Sehkomfort bedeuten. Wenn Sie dann wissen, dass der Mensch mehr als 90% der Umwelt über die Augen wahrnimmt (Dr. Berke) und mehr als 60% der Hirnleistung dafür aufgebracht werden, das Gesehene zu verarbeiten (Prof. Wässle), ist nachzuvollziehen, dass ein Fehler von einem Millimeter sich drastisch auswirken kann.

Auch bei der Brillenabgabe ist Zeit wieder ein entscheidender Punkt. Nun werden die für Sie ausgesuchten, bestellten und eingebauten Brillengläser in Ihrer Fassung an Sie übergeben. In aller Ruhe wird die Fassung an Ihren Kopf angepasst und wir „nehmen Sie an die Hand“, damit Sie von Anfang an sehr gut mit den Gläsern zurechtkommen.

Damit ich Ihnen die Frage „Was kostet eine Gleitsichtbrille?“ beantworten kann, müssen also viele, viele Fragen vorab beantwortet werden. Vereinbaren Sie einfach Ihren persönlichen Termin und planen Sie dafür bis zu 2,5 Stunden ein.

Rufen Sie einfach unter 0441 36 18 85 00 an oder schreiben Sie mich an unter: andreas@tomkoetter.de

Am 25. Januar 2020 habe ich die größte Messe des Britischen Königreiches in London für Sie besucht. An hochinteressanten Vorträgen habe ich teilgenommen. Inhalte wie z.B. „Die Auswirkungen von Smartphones und Tablets auf das Sehen“ oder „Management des trockenen Auges“. Themen, die uns fast alle in irgendeiner Form...

Gegen Ende des vierten Lebens-Jahrzehnt verliert die Linse im Auge ihre Flexibilität soweit, dass das Erkennen von kleinen Schriften schwierig wird. Langes Lesen, Blickwechsel zwischen Ferne, Nähe und Distanzen dazwischen machen Probleme. Auch müde Augen können ein Hinweis darauf sein, dass es nun an der Zeit ist, sich um eine Gleitsichtbrille zu kümmern...

Nicht auskorrigierte Fehlsichtigkeiten oder falsch angepasste Brillen können dafür sorgen, dass Kopfschmerzen entstehen. Die Ursache dafür ist dann oft eine Verkrampfung der Muskeln am Auge. Unser Gehirn ist immer darauf bedacht, dass die Augen das bestmögliche Bild liefern. Ist zum Beispiel eine Weitsichtigkeit nicht genügend auskorrigiert...

Aber ja! Zum Beispiel, wenn die Fehlsichtigkeiten, wie z.B. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Altersweitsichtigkeit, Astigmatismus oder Winkelfehlsichtigkeit nicht vollständig und/oder korrekt mit der Brille auskorrigiert worden sind. In diesen Fällen versucht das Gehirn die restlich vorhandenen, nicht auskorrigierten Fehlsichtigkeiten, mit den Muskeln am Auge auszugleichen. Durch die permanente Anspannung können dann Kopfschmerzen entstehen...

Sie stehen vor einer Entscheidung? Lesebrille oder Fern- und Lesebrille, Bifokal- oder Gleitsichtbrille? Was ist nun das Richtige und Sie sind sich unsicher? Hinzu kommt, dass von allen Seiten irgendwelche Infos auf Sie einprasseln, wie z.B. „Nimm nur eine Lesebrille!“ oder „Gleitsichtbrillen sind schlimm, da fällst Du die Treppe mit runter!“, als Beispiel.

So etwas passiert nur, wenn die Gläser nicht korrekt angepasst worden sind...