Fachbeiträge

Die Augenglasbestimmung ist das Fundament für Ihre neue Gleitsichtbrille. Damit Sie ein optimales Sehen in der Ferne, im Zwischenbereich und in der Nähe mit den neuen Gleitsichtgläsern haben, ist es tatsächlich sehr wichtig, dass die notwendigen Korrektionswerte genau und vollständig ermittelt werden. Dafür benötige ich ausreichend Zeit und bitte daher um vorherige Terminabstimmung, damit ich Sie störungsfrei beraten kann.

Als Beispiel: Ein Fehler von -0,25 in der Korrektur des für sie wichtigen Zylinders hat enorme Auswirkung auf das nutzbare Blickfeld der Gleitsichtgläser. In der untenstehenden Grafik ist deutlich zu erkennen, das auf der rechten Seite, wo die Auswirkung des Fehlers dargestellt wird, im Vergleich zur korrekten Anpassung der Zwischenbereich (grün-gelb) fast komplett einbricht. Das Leseteil, rot dargestellt, ist fast nur noch halb so groß. In der Ferne bildet sich ein sogenannter „Scheuklappen-Effekt“, beim Blick nach rechts und links wird das Blickfeld eingeschränkt, dieses ist z.B. beim Autofahren sehr störend, weil der Kopf nicht nur viel deutlicher nach rechts und links geführt werden muss, sondern bei noch stärkeren Fehlern auch noch gesenkt werden muss, um über diese „Hürde“ zu kommen.

Nach DIN EN ISO 21987 sind bei der Gleitsichtglasmontage in der horizontalen Richtung ±1,00 mm je Gleitsichtglas erlaubt. Bedeutet auf den Gesamtaugenabstand - sind 2mm erlaubt.

Was bedeutet das Sie für Sie als Gleitsichtbrillenträger?

Zur Erklärung möchte ich eine Grafik nutzen, die den Verlust des beidäugigen Blickfeldes erklärt bei Zentrierfehlern. Der Autor dieser Grafik ist Dieter Kalder, über mehrere Jahrzehnte hat er die Entwicklungsabteilung der Firma Rodenstock geleitet. Bei einem persönlichen Treffen mit Herrn Kalder in meiner Firma und einem damit verbundenen exklusiven Seminar wurde mir deutlich gemacht, dass es bei Gleitsichtgläsern keine Zentriertoleranzen geben kann und die Gläser präzise eingearbeitet werden müssen. Trotzdem sind zwei Millimeter Abweichung erlaubt.

„Es gibt kaum etwas in der Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen könnte. Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas Geld zurücklegen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

 

John Ruskin (08.02.1819 – 20.01.1900)

Engl. Schriftsteller, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph

 

Wenn Sie bessere Augenoptik erleben wollen, vereinbaren Sie bitte vorher Ihren persönlichen Termin unter 0441 36 18 85 00 oder schreiben Sie mich an unter: andreas@tomkoetter.de. Planen Sie bitte ca. 2,5 Stunden für die vollständige Augenglasbestimmung und Beratung ein.

Was kostet eine Gleitsichtbrille?

Um diese Frage seriös zu beantworten, müssen im Vorfeld viele Fragen beantwortet werden. Dafür ist ausreichend Zeit notwendig. Als erstes ist es wichtig, Ihnen in aller Ruhe und ohne Störung zuhören zu können und auf Ihre Probleme eingehen zu können. Nach der Augenglasbestimmung, bei der weit mehr als siebzig einzelne Punkte geprüft werden, müssen dann in Abhängigkeit von der Brillenfassung über viele weitere Parameter Entscheidungen getroffen werden. Aus einer großen Vielzahl von Glastypen muss nun die richtige Auswahl getroffen werden. Dabei spielen z.B. der Augenabstand, die Vorneigung der Brille, die notwendige Korrektion, die für Sie notwendige Länge des Gleitsichtbereiches und viele Punkte mehr eine tragende Rolle. Auch Ihre persönliche Sehleistung der Augen ist ein wichtiger Punkt für die Brillenglasauswahl. In Abhängigkeit von den erforderlichen Glasstärken achtet während der Augenglasbestimmung der Augenoptikermeister Andreas Tomkötter auf bestimmte Werte, damit der Übergang von der Ferne zur Nähe so angenehm wie möglich gestaltet wird. Zusätzlich können auch weitere biometrische Daten (z.B. der Pupillendurchmesser) bei der Anfertigung Ihrer persönlichen Gleitsichtbrille berücksichtigt werden. Selbstverständlich wird die Brillenglaszentrierung mit dem Video Infral von Carl Zeiss vorgenommen. Andreas Tomkötter arbeitet in Oldenburg und im weiten Umland als Einziger mit diesem Referenzmessgerät.

Nachdem die für Sie sinnvollsten Gläser ausgewählt sind, werden diese bei Carl Zeiss für Sie bestellt. Wenn diese dann an Andreas Tomkötter ausgeliefert worden sind, spielt wieder Zeit eine große Rolle für die Montage. In aller Ruhe und ganz ohne Stress werden die für Sie angefertigten Gleitsichtgläser in Ihre sorgfältig ausgesuchte Fassung eingearbeitet. Selbstverständlich können hochwertige, bereits von Ihnen getragene Fassungen auch neu verglast werden, wenn Sie sich nicht von Ihrem „Liebling“ trennen wollen. Es ist wichtig, dass die Gläser auf 1/10 mm genau eingearbeitet werden. 1mm Fehler in der Zentrierung kann für Sie bis zu 25% Verlust im Sehkomfort bedeuten. Wenn Sie dann wissen, dass der Mensch mehr als 90% der Umwelt über die Augen wahrnimmt (Dr. Berke) und mehr als 60% der Hirnleistung dafür aufgebracht werden, das Gesehene zu verarbeiten (Prof. Wässle), ist nachzuvollziehen, dass ein Fehler von einem Millimeter sich drastisch auswirken kann.

Auch bei der Brillenabgabe ist Zeit wieder ein entscheidender Punkt. Nun werden die für Sie ausgesuchten, bestellten und eingebauten Brillengläser in Ihrer Fassung an Sie übergeben. In aller Ruhe wird die Fassung an Ihren Kopf angepasst und wir „nehmen Sie an die Hand“, damit Sie von Anfang an sehr gut mit den Gläsern zurechtkommen.

Damit ich Ihnen die Frage „Was kostet eine Gleitsichtbrille?“ beantworten kann, müssen also viele, viele Fragen vorab beantwortet werden. Vereinbaren Sie einfach Ihren persönlichen Termin und planen Sie dafür bis zu 2,5 Stunden ein.

Rufen Sie einfach unter 0441 36 18 85 00 an oder schreiben Sie mich an unter: andreas@tomkoetter.de

Am 25. Januar 2020 habe ich die größte Messe des Britischen Königreiches in London für Sie besucht. An hochinteressanten Vorträgen habe ich teilgenommen. Inhalte wie z.B. „Die Auswirkungen von Smartphones und Tablets auf das Sehen“ oder „Management des trockenen Auges“. Themen, die uns fast alle in irgendeiner Form...

  • Was stört Sie beim Sehen?
  • Sie haben Probleme mit der Gleitsichtbrille?
  • Ist es verschwommenes Sehen in der Ferne oder in der Nähe, können Sie beim Lesen die Zeile nicht halten, langes Lesen ist anstrengend?
  • Bei langen Autofahrten ist der Blick nach vorne auf die Straße ...

Bisher getragene Brillen werden sorgfältig auf die bisherige Anpassung überprüft. Werden Brillengläser zu weit, zu eng, zu hoch oder zu niedrig in die Brille eingearbeitet, entstehen dadurch prismatische Nebenwirkungen.

Mit dem Spaltlampenmikroskop kann die Tränenflüssigkeit in Menge und Qualität beurteilt werden sowie Hornhaut, Linse, Bereiche des Glaskörpers, Lider, Netzhaut, Bindehaut, Wimpern u.v.m...

Mit einer speziellen Beleuchtung können der Fluss und die Qualität der Tränenflüssigkeit per Video festgehalten und mit Ihnen besprochen werden. Die Tränenflüssigkeit ist wichtig...

1.500 Punkte über eine bis zu 7mm große Pupille werden mit einem hochauflösendem Hartmann-Shack-Wellenfrontsensor ermittelt und berechnet. Ein vollautomatischer Messvorgang sorgt dafür, dass die Messung...

Das Netzhaut-Screening mit dieser Kamera ergibt wichtige Informationen über das Augeninnere Ihrer Augen. Eine fundierte Dokumentation und Grundlage für Verlaufsbeobachtungen sind so ohne weiteres möglich.

Jetzt wird es analog – aber nicht minder wichtig! Bei der Skiaskopie kommt kein Computer zum Einsatz, sondern das Skiaskop. Hierbei handelt es sich um eine manuelle Methode. Bewegungen von einem Lichtstreifen, die über einen halbdurchlässigen Spiegel auf und im Auge des Kunden von mir beobachtet werden.

Die Ophthalmoskopie wird auch Augenspiegelung oder Funduskopie genannt. Beim Ophthalmoskop wird Licht über einen halbdurchlässigen Spiegel in das Auge umgeleitet. Durch den halbdurchlässigen Spiegel wird dann bei der direkten Ophthalmoskopie der Augenhintergrund beurteilt...

Für die Augeninnendruckmessung benutze ich das Tonometer. Es handelt sich dabei um ein Rebound-Messgerät. Das bedeutet, das eine Einweg-Messsonde sanft die Hornhaut berührt und wieder zurückfedert....

Gegen Ende des vierten Lebens-Jahrzehnt verliert die Linse im Auge ihre Flexibilität soweit, dass das Erkennen von kleinen Schriften schwierig wird. Langes Lesen, Blickwechsel zwischen Ferne, Nähe und Distanzen dazwischen machen Probleme. Auch müde Augen können ein Hinweis darauf sein, dass es nun an der Zeit ist, sich um eine Gleitsichtbrille zu kümmern...

Dafür gibt es viele Hinweise, lesen Sie hier die häufigsten Ursachen...

 

 

Nicht auskorrigierte Fehlsichtigkeiten oder falsch angepasste Brillen können dafür sorgen, dass Kopfschmerzen entstehen. Die Ursache dafür ist dann oft eine Verkrampfung der Muskeln am Auge. Unser Gehirn ist immer darauf bedacht, dass die Augen das bestmögliche Bild liefern. Ist zum Beispiel eine Weitsichtigkeit nicht genügend auskorrigiert...

Ein Prisma ist in der Augenoptik ein Glaskeil der dafür sorgt, dass das Licht von seiner ursprünglichen Richtung in eine andere abgelenkt wird. Eine prismatische Wirkung bei einem Brillenglas entsteht dadurch, dass das Licht nicht durch die optische Mitte eines Brillenglases fällt. Eine prismatische Wirkung kann bei einem Brillenglas aber auch dadurch entstehen, dass bei der Anfertigung die Vorder- und die Rückfläche...

Aber ja! Zum Beispiel, wenn die Fehlsichtigkeiten, wie z.B. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Altersweitsichtigkeit, Astigmatismus oder Winkelfehlsichtigkeit nicht vollständig und/oder korrekt mit der Brille auskorrigiert worden sind. In diesen Fällen versucht das Gehirn die restlich vorhandenen, nicht auskorrigierten Fehlsichtigkeiten, mit den Muskeln am Auge auszugleichen. Durch die permanente Anspannung können dann Kopfschmerzen entstehen...

Nackenverspannungen, eingeschränktes Blickfeld nach rechts oder links, kennen Sie das? Sie stehen mit dem Auto an der Kreuzung und jedes Mal müssen Sie sich verrenken, um in eine der Richtungen zu sehen, ob die Straße frei ist?

Sie stehen vor einer Entscheidung? Lesebrille oder Fern- und Lesebrille, Bifokal- oder Gleitsichtbrille? Was ist nun das Richtige und Sie sind sich unsicher? Hinzu kommt, dass von allen Seiten irgendwelche Infos auf Sie einprasseln, wie z.B. „Nimm nur eine Lesebrille!“ oder „Gleitsichtbrillen sind schlimm, da fällst Du die Treppe mit runter!“, als Beispiel.

So etwas passiert nur, wenn die Gläser nicht korrekt angepasst worden sind...

Andreas Tomkötter: Der Augenoptiker

In Zukunft möchte ich Sie auf diesem Blog mit wichtigen Informationen zu den Themen Augenoptik, Brillengläser im Grundsätzlichen, Gleitsichtgläsern und natürlich, last but not least, die vollständige Augenglasbestimmung, informieren.

Beginnen möchte ich mit der vollständigen Augenglasbestimmung. Diese bildet das Fundament für die Brillenglasanpassung und selbstverständlich für die Fassungsauswahl. Denn was hilft eine Brillenfassung, in die nicht aus kosmetischen und technischen Gründen die Gläser eingearbeitet werden können?

Während meiner Augenglasbestimmung werden mehr als 70 einzelne Punkte kontrolliert. Vertrauen Sie weit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung.